Do. 26.01.2012
„Innovationskraft ist in der Logistikbranche ein fundamentaler Baustein für einen langfristigen Unternehmenserfolg.
Die Studie hat gezeigt, dass innovativere Unternehmen, sowohl bezüglich der allgemeinen Performance, also auch bei der Kundenzufriedenheit deutlich besser abschneiden, als weniger innovative Unternehmen.
Das Thema Innovation sollte sich also hoch auf der Agenda von Geschäftsführern und Vorständen der Logistikunternehmen wiederfinden.
Auf Basis der Charakteristika von besonders innovativen Unternehmen konnten wir konkrete Ansatzpunkte identifizieren, die es den Unternehmen ermöglichen, die eigene Innovationskraft zu steigern.
Allen voran gilt dem eigenen Netzwerk eine besondere Bedeutung. Es dient als Quelle für Informationen und Ideen, die eine Weiterentwicklung der Prozesse und Dienste ermöglichen.
Der Fokus auf Innovationen zahlt sich besonders dann aus, wenn Dienstleistungen für neue Kunden und Märkte entwickelt werden konnten. Gerade hier reicht es aber nicht aus, sich auf bestehende, besonders regelmäßige Kundenkontakte zu verlassen, um relevante Informationen und Ideen zu erkennen. Gerade Unternehmen, die nicht direkt in den alltäglichen Prozess der Leistungserbringung eingebunden sind, wie externe Dienstleister oder Forschungseinrichtungen, sind potentielle Quellen für besonders wertvoller Ideen.
Je breiter die Wahl der Informationsquellen, umso größer und radikaler können sich auch die Innovationen entwickeln.
Ein gezielter Austausch – über die alltäglichen Arbeitsschritte hinaus – hilft also, wertvolles Wissen in das Unternehmen fließen zu lassen.
Das ist allerdings nur der Anfang eines erfolgreichen Innovationsmanagements. Im Folgenden muss sowohl ein aktiver Austausch der Mitarbeiter untereinander geschaffen werden, als auch konkrete Prozesse und Zuständigkeiten für die (Weiter-) Entwicklung von Prozessen und Leistungen geklärt werden.
Gerade in einer Branche, in der ein großer Teil der Mitarbeiter außerhalb der Zentrale arbeitet, wie in der Logistik, ist dieser Austausch nicht selbstverständlich.
Ein formaler Innovationsprozess hat sich als besonders hilfreich für die Umsetzung von Innovationen erwiesen. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter wissen, an wen sie sich
mit Informationen und Ideen wenden können.
Die Studie weist einen besonders hohen Anteil von Unternehmen mit Individualleistungsangebot in der Logistikbranche aus. Gerade diese Unternehmen
haben die Möglichkeit, ihr Leistungsspektrum kontinuierlich zu verbessern – ob aus Kostengründen motiviert (Effizienzsteigerung) oder um sich durch
die Leistung vom Wettbewerber abzuheben (Differenzierungsstrategie).“
WHU – Otto Beisheim School of Management
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Logistik und Dienstleistungsmanagement Web: http://whu.edu/lsm